Wandern verändert sich – und genau darum geht es hier

Über das Gehen im Älterwerden, über Aufmerksamkeit im Gelände und Wege, die mehr verlangen als nur Strecke

Wandern verändert sich mit der Zeit – nicht plötzlich, sondern leise. Die Schritte werden ruhiger, der Blick bleibt öfter stehen, und das Tempo verliert an Bedeutung. Nicht, weil weniger möglich ist, sondern weil mehr wahrgenommen wird.

Ich schreibe über das Gehen im Älterwerden, über Erfahrung im Gelände und über ein Tempo, das nicht mehr mithalten muss.

Ein großer Teil meiner Wege führt durch die Sächsische Schweiz – durch Sandstein, der Aufmerksamkeit verlangt, über schmale Pfade, auf denen Trittsicherheit wichtiger ist als Geschwindigkeit, und durch Landschaften, die sich mit Licht und Wetter verändern.

Aber dieses Gehen endet nicht an den Grenzen einer Landschaft. Es setzt sich fort – in Städten, auf Reisen, an Orten, die auf den ersten Blick nichts mit Wandern zu tun haben. Vielleicht verändert es sich dort sogar noch einmal. Zwischen Straßen, Gebäuden und Menschen wird der Blick ein anderer – nicht weiter, sondern genauer.

Denn am Ende geht es nicht darum, wo man unterwegs ist, sondern wie. Mit der Zeit verschiebt sich der Anspruch: weniger Strecke, mehr Wahrnehmung, weniger Vergleich, mehr eigener Rhythmus.

Nach einem Herzinfarkt hat sich mein Blick auf Wege verändert. Heute gehe ich langsamer, aufmerksamer und bewusster – nicht weniger, sondern anders.

Diese Texte entstehen im Gehen, zwischen Landschaften, die weiter auseinanderliegen, als es zunächst scheint.

am Großvaterstuhl im Elbsandstein

Unterwegs in der Sächsischen Schweiz – und darüber hinaus

Ein Schwerpunkt liegt in der Sächsischen Schweiz. Die Wege im Elbsandstein verlangen Aufmerksamkeit, Erfahrung und ein gutes Gefühl für das Gelände.

Gleichzeitig entstehen viele dieser Erfahrungen auch in anderen Regionen. Ob Mittelgebirge oder alpine Landschaften – entscheidend ist nicht der Ort, sondern die Art, wie man unterwegs ist.

Manchmal verändert sich das Gehen auch dort, wo man es nicht erwartet. Zwischen Straßen, Gebäuden und Menschen – an Orten, die auf den ersten Blick nichts mit Wandern zu tun haben – wie ich es zuletzt in Istanbul erlebt habe. → Istanbul – zwischen Blick und Begegnung

Ausrüstung im Gelände

Ein Thema, das immer wieder auftaucht, ist die passende Ausrüstung – vor allem im Sandstein. Feuchter Fels, schmale Tritte und unruhiger Untergrund stellen andere Anforderungen als einfache Wege.

Meine Erfahrungen zu geeigneten Wanderschuhen habe ich hier zusammengefasst:
Wanderschuhe für Sandstein und Mittelgebirge

Einstieg in zentrale Themen

Wenn du verstehen möchtest, wie sich Wandern mit der Zeit verändert, sind diese drei Beiträge ein guter Anfang: